Bild KI-generiert von KuilturVereint e.V.
Sommer
Unsere Veranstaltungen im Jahr 2026:
Tag der offenen Gartentür am 14.6.2026
Mendig erlebte am 14. Juni einen wundervollen „Tag der offenen Gartentür“, der Gartenliebhaber und Neugierige gleichermaßen begeisterte. Trotz des wechselhaften Wetters am Vormittag strömten zahlreiche Besucher in die liebevoll gepflegten Gärten der Teilnehmer, um die Vielfalt und Kreativität der heimischen Gartenkultur zu bewundern.
Gartenparadiese hautnah erleben
Hinter den sonst verborgenen Gartenzäunen verbargen sich wahre Schätze. Von idyllischen Naturoasen und blühenden Staudenbeeten bis hin zu clever angelegten Gemüse- und Kräutergärten präsentierten die Teilnehmer stolz ihre ganz persönliche Handschrift. Die Aktion bot die perfekte Gelegenheit,:
- Inspirationen zu sammeln
- Gartenwissen auszutauschen
- Gleichgesinnte zu treffen
Ein Zeichen für Artenvielfalt und Gemeinschaft
Viele der Gartenbesitzer legten besonderen Wert auf heimische Pflanzen und die Förderung der Artenvielfalt. Die Initiative Mendig blüht freute sich besonders über den regen Dialog und das große Interesse der Besucher an einer naturnahen und insektenfreundlichen Gartengestaltung.
Wir bedanken uns herzlich bei allen engagierten Gastgebern, die ihre Pforten geöffnet haben, sowie bei den zahlreichen Besuchern, die diesen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis für die gesamte Mendig blüht-Gemeinschaft gemacht haben!
18. September 2026: Schrift als Kunst und Buchgestaltung als Passion -
Verbandsgemeinde Mendig und KulturVereint e. V. zeigten „Alphabet Magic“ über Hermann Zapf und Gudrun Zapf von Hesse im Lava-Dome
Mendig. Erst zum vierten Mal überhaupt wurde die professionell gemachte Dokumentation „Alphabet Magic“ über Hermann Zapf und Gudrun Zapf von Hesse am Freitag, 18. September 2026, öffentlich gezeigt. Die Verbandsgemeinde Mendig und KulturVereint e. V. präsentierten den Film am Abend im Lava-Dome in Mendig. Der in Mayen lebende Neffe des Künstlerpaares, Georg Grabkowsky, hatte die Dokumentation für die Vorführung zur Verfügung gestellt. Gemeinsam mit seiner Frau Jutta Grabkowsky führte er an diesem Abend in den Film ein und beantwortete anschließend Fragen aus dem Publikum.
In der Dokumentation sind biografische Stationen sowie zahlreiche Beispiele aus der Arbeit von Hermann Zapf und Gudrun Zapf von Hesse zu sehen. Das Ehepaar zählt zu den bedeutendsten Schrift- und Buchgestaltern des 20. Jahrhunderts. Die berufliche Entwicklung der beiden erstreckte sich über einen Zeitraum, in dem sich die technischen Voraussetzungen der Schriftgestaltung grundlegend veränderten: vom handwerklichen Buchdruck und der Kalligrafie bis zur digitalen Typografie.
Hermann Zapf entwarf mit Palatino, Optima und später Zapfino Schriften, die international große Verbreitung fanden und bis heute verwendet werden. Bereits früh beschäftigte er sich mit den technischen Möglichkeiten, Schriften für Computer aufzubereiten und digital weiterzuentwickeln. Er wurde zu dem international gefragten Pionier dieser Entwicklung. Seine Entwürfe wurden später auch auf Macintosh-Computern verwendet und erreichten damit Anwenderinnen und Anwender weit außerhalb des klassischen Buchdrucks.
Gudrun Zapf von Hesse arbeitete zunächst als Buchbinderin und Kalligrafin und entwickelte später eigene Schriften. Zu ihren Entwürfen gehört die Diotima, die bereits in den 1950er-Jahren für Buchproduktionen verwendet wurde. Die Buchstaben der Hesse Antiqua schnitt sie ursprünglich selbst in Messing und verwendete sie für die Vergoldung von Bucheinbänden. Rund 70 Jahre später wurde die Schrift anlässlich ihres 100. Geburtstags digital veröffentlicht. Damit lässt sich an ihrer Arbeit ebenfalls die Entwicklung von handwerklichen Verfahren der Buchgestaltung bis zur digitalen Schriftgestaltung nachvollziehen.
Im Anschluss an die Vorführung berichtete Georg Grabkowsky über Hermann Zapf und Gudrun Zapf von Hesse sowie über persönliche Erinnerungen an das Künstlerpaar. Die Besucherinnen und Besucher stellten zahlreiche Fragen zu deren Leben, Arbeitsweise und Schriften.
Da die Dokumentation – nach ihrer Premiere im Gutenberg-Museum in Mainz – bislang nur wenige Male öffentlich vorgeführt wurde und nicht jederzeit verfügbar ist, bestand im Lava-Dome die seltene Möglichkeit, sie im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung zu sehen. Mit Georg Grabkowsky war zugleich ein Angehöriger des Künstlerpaares anwesend, der die Vorführung durch persönliche Erinnerungen und zusätzliche Informationen ergänzte.
Die Verbandsgemeinde Mendig und KulturVereint e. V. danken Georg und Jutta Grabkowsky für die Bereitstellung des Films und ihre Mitwirkung an der Veranstaltung. Ein besonderer Dank gilt außerdem Wolfgang Schlags, der den Kontakt zu Georg Grabkowsky vermittelte und damit die Vorführung in Mendig ermöglichte.
Georg Grabkowsky führte in die „Dokumentation „Alphabet Magic“ ein, die das Leben und Wirken von Georg Zapf und Gudrun Zapf von Hesse nachzeichnet. Foto: Stefan Pauly/VG-Verwaltung Mendig